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Kathedrale von Coutances
Ein Meisterwerk der normannischen Architektur

Mit freundlicher Genehmigung von Pays d'art et d'histoire du Coutançais

Avec l'aimable autorisation de Pays d'art et d'histoire du Coutançais



Notre-Dame de Coutances ist eine gotische Kathedrale in der französischen Stadt Coutances im Département Manche. Das Kulturdenkmal wurde im Jahr 1862 als Monument historique klassifiziert und unter Denkmalschutz gestellt.

Entstehungsgeschichte

Die romanische Kathedrale war das Werk des Bischofs Geoffroy de Montbray im XI Jahrhundert. Bedeutende Überreste sind in Türmen und Mauern des Kirchenschiffs zu bemerken.
Um 1210 leitete der Bischof Hugues de Morville den Bau der gotischen Kathedrale ein. Die romanischen Strukturen des Kirchenschiffs und der Türme werden mit einer gotischen Verkleidung versehen. Der Chor hingegen wird komplett neugebaut.
Das Gebäude stellt eine typische normannische Architektur dar: senkrechte Struktur, Nüchternheit des Dekors, der aus geometrischen oder Blattwerk Motiven besteht (Fensterrosen des Kirchenschiffs), Durchgänge vor den oberen Fenstern, Zwiilingssäulen im Chor...
Das Ganze scheint dank des Laternenturms von Licht überflutet zu sein, ein wahrhaftiges Meisterstück der Architektur: überhängend, auf den Vierungspfeilern zwischen den vier dreieckigen, sphärischen Gewölbezwickeln getragen. Die östlichste der Kapellen, die Circata, wurde im xiv Jahrhundert hinzugefügt. Trotz der Verwüstungen der Revolution, überstand die Kathedrale die Zeit ohne große Schäden. Sie ist glücklicherweise von den Bombenangriffen der Alliierten im Juni 1944 verschont geblie
ben und konserviert alle ihre jahrhundertalten Buntglasfenster.

Abmessungen

Gesamtlänge: 95,17 m
Gesamtbreite: 33,70 m
Höhe des Kirchenschiffs: 21,90 m
Höhe des Laternenturms unter dem Gewölbe: 41 m
Gesamthöhe des Laternenturms: 57 m
Höhe der Fassadentürme: 77,40 m

13 Grosse Glaswand Nord, um 1235-1240.
Die drei Buntglasfenster des Nordarmes des Transepts beschreiben Szenen aus dem Leben des saint Thomas Becket (Heilige Thomas Becket), des saint Georges (Heilige Georg) und des saint Blaise (Heilige Blasius). Die linke Lanzette schildert die Geschichte von Thomas Becket, dem Erzbischof von Cantorbery, der in seiner Kathedrale von den Partisanen des Königs von England, Heinrich dem II., ermordet wurde.

12 Saint Michel, XIX Jh.
Saint Michel (Heilige Michael) bekämpft die Mächte des Bösen, symbolisiert durch ein ungeheuerliches Tier. Die Statue ist aus mit Silber überschichtetem Holz.

11 Glaswand Saint Marcouf, um 1225-1230.
Ebenso wie bei dem Buntglasfenster des Saint Lô, ist hier die Repräsentation der Personen sehr realistisch, wie z.B. das scharlachrote Gesicht des von einem tollwütigen Hund gebissenen Kindes.

10 Die Circata.
Kapelle, der Heiligen Jungfrau geweiht, im xrv Jahrhundert von Bischof Sylvestre de la Cervelle hinzugefügt. Das Dekor und die Ausstattung stammen aus dem XIX Jahrhundert.

7 Hochaltar, 1755-1757.
Mehrfarbiger Marmor; anbetende Engel in weißem Marmor, Chorpult und Konsolen aus vergoldetem Holz, XVIII Jahrhundert.

9 Glasswand Saint Lô, um 1225-1230
Saint Lô war im VI Jh. einer der erstbekannstesten Bischöfe der Kathedrale

8 Kapelle von Chiffrevast.
Diese Kapelle wurde im Jahre 1381 von Jean de Chiffrevast, Gouverneur von Valognes, erbaut. Das gemalte Dekor stammt aus dem Ende des XIV Jahrhunderts.

5 Jungfrau zu Kind, XIV Jh.
Diese Statue ist aufgrund ihres Materials eine Seltenheit: Marmor, in der mittelalterlichen Bildhauerkunst wenig benutzt. Die Haare zeigen noch Spuren der Goldauflage.

1 Große Orgel, 1724-1728
Die Orgel stammt aus der Abtei von Savigny-le-Vieux. Der Doppelvorsprung des Orgelgehäuses in Eiche stellte zu dieser Zeit für normannische Orgeln einen neuen Stil dar. Noch heute wird sie in der Kathedrale zu Orgelkonzerten benutzt.

6 Glaswand mit dem Jüngsten Gericht.
Dieses Buntglasfenster stammt aus dem XV Jahrhundert, aus der Epoche der Themenverbreitung des Jüngsten Gerichtes. Trotz einer größeren Restauration im Jahre 1916, ist es ein sehr schönes Beispiel der Buntglasfensterkunst der unteren Normandie. Seine Originalität besteht aus dem karikaturistischen Aspekt verschiedener Gesichter sowie der Darstellung Gehängter und eines Hexenkessels, eine Repräsentation der Hölle. Der Richter Christ dominiert die Gesamtheit der Apostel. Die Auserwählten werden von Heiligen geführt. Im unteren Teil sind die Auferstehung von den Toten, das Abwiegen der Seelen durch den heiligen Michael, und die Verdammten dargestellt. Diese Glaswand ist 1942 in Verwahrung gegeben worden und somit den Bombenangriffen entkommen.

4 Brunnen Notre Dame.
Der Brunnen der Kathedrale existierte schon im XI Jahrhundert, einer Epoche, in dieser sich dort Wunder ereignet hätten. Der Brunnenrand und die Kunstschmiedearbeit stammen aus dem Jahre 1915.

2 Christ am Kreuz, XVIII Jh.
Das große Holzkruzifix entstammt dem Ruhmbalken, der den Choreingang überragte.

3 Der Judaskuss, XVI Jh.
Dieses Holzrelief stellt den Verrat Judas an Jesus dar, den Moment, in dem Judas Jesus mit einem Kuss denjenigen bezeichnet, die gekommen sind, ihn festzunehmen.

Chronologischer Überblick:

IV-VI Jh. :
Christianisierung und Organisation der Diözese

IX Jh.:
Normanische Invasionen

XI Jh.:
Romanische Kathedrale

XIII Jh.:
Gotische Kathedrale

XIV-XV Jh.:
Hundertjähriger Krieg

XVI Jh.:
Religionskriege

Ende XVIII Jh.:
Zusammenschluss der Diözesen von Coutances und Avranches


Praktische Informationen

Die Kathedrale ist ganzjährig, jeden Tag von 9h bis 19h, geöffnet.
Führungen, auch der oberen Partien, sind in Begleitung eines vom Kulturministerium zugelassen, geschulten Führers möglich.
Für Gruppen: ganzjährig auf Reservierung
Für Einzelpersonen: in englischer Sprache : Juli und August
Achtung: aus Sicherheitsgründen ist der Zugang der oberen Partien für Kinder unter 10 Jahren untersagt.
Auskunft und Reservierung :
Office de tourisme du pays de Coutances / Tourist Office
Place Georges Lederc. F-50200 Coutances. Tel : 02 33 19 08 10 / Fax : 02 33 19 08 19
tourisme-coutances@wanadoo.fr
 


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